
| 01.04.2008 |
| Bojanow |
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Bojanów – früher Bojanow, von 1936 bis 1945 Kriegsbach
Ca. 10,5 km südlich von Ratibor und 4 km von Krzanowice liegt das Dorf Bojanow. Laut einer Sage sollte in Bojanow und in Wojnowice eine Schlacht geben, wodurch der Name von „Boj“ – „ Kampf“ entstanden ist. Eine andere Sage erzähl von einem Streit zwischen den beiden Orten. Noch eine Version ; Bojan war ein populäre Name, er könnte Gründer Gründer und Besitzer des Dorfes sein.
Die ersten Erwähnungen des Dorfes sind von 1313. In einem Dokument ist Ritter Gerhard aus Bojanow als Zeuge erwähnt. 1358 hat Fürstin Eufemia (Ofka) das Dorf den Dominikanerinnen vermacht und den Bauern Freiheit gegeben. Nach 50 Jahren wurde die Schenkung auf Miete gewechselt. Früher-1730 haben die Dominikanerinnen hier einen Orden gegründet. Mitte September1522 hat Fürst Johann das Dorf seinen Brüdern Johann und Nikolaus Klema aus Elgot verpachtet. 1595 wohnte in Bojanow 27 Bauer und 7 Heimarbeiter und sein Wert wurde (1607) auf 6 086 Taler geschätzt. In den nächsten Jahren wechseln sich wieder die Besitzer. 1767 hat Bojanow mit Woinowitz und Lekartow „sich freigekauft“. Dieser Zustand wurde am 5. Oktober 1797 vom Minister für Schlesien, Graf Hoyma durch eine Verordnung bestätigt und eine Woche später (12. Oktober) in die Hypothek eingetragen.
In den vergangenen Jahren waren in Bojanow Baueraufstände (1765, 1811, 1848), Epidemien, Brände und Hochwasser. Der tragischester Brand war 1863 und im Juni 1879 hat das Hochwasser großen Schaden angetan.
Man sollte wissen, dass auf den Wiesen zwischen Bojanow und Borucin (Kobyla genannt) haben wahrscheinlich in der Nacht 24/25. August 1683 die Pferde vom König Johann 3. Sobieski, der auf die Schlacht nach Wien zog, gegrast.
Die Kirche als Zeuge des Glaube
Die Christus-König-Kirche wurde 1928-1929 dank Initiative Pfarrers und Dekan Franz Janta gebaut. Das ist ein aus Ziegelstein gemauertes Gebäude im Basilika Stil. Auf den Wänden des Presbyteriums schuf man Mosaiken von Christus König wie auch von zwölf Aposteln. Diese Mosaiken haben Künstler aus Köln gemalt. Der Hauptaltar wurde von Karolina Moskwa gespendet. Das Bauholz hat Fürst Lichnowsky gespendet und andere Materialien und Geld haben die Bewohner von Bojanow und Gegend gestiftet. Die erste Messe wurde am 28.Oktober 1929 von Bischof Adalbert gelesen. An diesem Tag wurde auch die Kirche konsekriert.
Vor dem Kriegesende wurde der Turm beschädigt, das Kreuz hinuntergestoßen und das Dach runiert. Der Wiederaufbau der Kirche wurde von ehemaligen Pfarrer Janta geleitet. 1950 wurden zwei neue Stahlglocken installiert. Leider ist nach kurzer Zeit einer geplatzt. Die nächsten neuen Glocken wurden erst 50 Jahre später, im Jahr 2000, installiert. Eine - die Christus König Glocke, die 800 kg wiegt, hat die Pfarrgemeinde gestiftet. Die kleinere, die 420 kg wiegt, die St. Hedwig-Glocke hat die Familie des Pfarrer – Dekan Ernest Mateja aus Anlass des 40-jähriges Priesterjubiläum gespendet. 27. Juni 2000 wurden die Glocken vom Bischof Jan Baginski geweiht.
Im Juni 1998 wurde eine neue Elektro- und Verstärkeranlage gelegt, die Mosaiken Fassaden wurden saniert. 1999 wurde der Innenraum gestriechen und 2001 wurden die Dächer der Kirche und Pfarrhauses gedeckt.
Die Schule und ihre Geschichte
Wann in Bojanow die Schule entstanden ist, kann man heutzutage nicht feststellen.
Die Zahl der Kinder in den letzten Jahren hat zugenommen. Nach 10-jährigen Verhandlungen zwischen den Schulbehörden, „Betreuer“-Fürst Lichnowsky und der Gemeinde, kam es 14. Juli 1887 zum Bau einer neuen Schule an der Krzanowicka Straße. Am 14. Oktober 1887 wurde die Schule geweiht und am nächsten Tag fing der Unterricht an. Die neue Schule hatte 2 Klassenräume und es besuchte sie 120 Schüler.
1888 wurde statt eine Einklassige, eine Zweitklassige Schule. Der erster Leiter war Ignatz Planetorz und der Hilfslehrer Josef Könighaus. Die Schule besuchten 124 Schüler.
1902 wurde die Schule umgebaut. Neben der Schule waren Wohnungen für die Lehrer und Sitz der Dorforganisationen. Das war ein s.g. Gemeindehaus, in dem Versammlungen, Schulungen z.B. Kochkurse, Handarbeitkurse für Mädchen und Sanitätswache stattfanden.
1926 hat man sich um weiteren Umbau der Schule bemüht. Da es Probleme gab, hat man sich entschieden eine neue Schule an der Raciborska Straße, gegenüber der Kirche, bauen. Das war die Landrat Dr. Schmidt-Schule.
1927 für die Jungen, die die achte Klasse absolvierten, wurde dreimal pro Woche in der Fortbildungsschule ein Pflichtunterricht organisiert. 1935 wurde im Erdgeschoss der „Alten Schule“ (so wurde das Gebäude an der Krzanowicka Straße genannt) ein Kindergarten eingerichtet.
Nach der Schulreform wurden die Kinder mit 6 Jahre eingeschult. Der Unterricht war in jungen, mittleren und älteren Klassen geteilt. Die älteren Klassen hat der Rechtor unterrichtet. Das Schuljahr bis 1943 endete vor den Osterfeiertagen und fing gleich danach wieder an. Die Fächer, die unterrichtet wurden waren: Religion, Geschichte, Bibelgeschichte, Lesen und Erzählen, Schreiben, Rechnen, Geometrie, Malen, Gymnastik und Gärtnerei. Seit 1941 wurde das lateinische Alphabet eingeführt.
Nach der Front war das Dorf sehr zerstört. Das betrifft auch die Schulgebäude. In der „Alten Schule“ in zwei Klassenzimmer fing der Unterricht an. 192 Schüler unterrichteten zwei Lehrer Josef Jurczek und Helena Ginalska. Am 1. September 1948 wurde das Gebäude an der Raciborska Straße teilweise seiner Bestimmung übergeben. In dieser Zeit hat die Schule auch Vortbildungskurse für Erwachsene organisiert. Es waren Repolonisationskurse (52 Zuhörer), Landwirtschafliche Ausbildung (26), Ergänzungskurse und auch das Zentrum des Kulturleben des Dorfes. Es wurden Ausflüge, Theaterstücke und Sportveranstaltungen organisiert. Es war auch ein Chor, der u.A. am Demokratischem Jugendtreffen in Warschau teilgenommen hat.
1972 wurde das Schulgebäude an der Raciborska Straße modernisiert. Die Schüler wurden im Gemeindetagesraum beim Herrn Kocur unterrichtet. Es war ein Tanzsaal, der provisorisch in zwei Klassenräume geteilt wurde. Der dritte „Klassenraum“ war die Bühne. Der Kesselraum diente als Büro und Lehrerzimmer.
Im Februar 1974 wurde das Schulgebäude in Betrieb genommen. Das Gebäude wurde um ein Stockwerk erhöht, die Sanitäranlagen und das Treppenhaus zugebaut. Es waren jetzt 13 Räume, indem 8 Klassenzimmer.
Am 1. Dezember 1973 erhielt die Schule den Namen „Mickiewicz-Schule“. Die Bevölkerung hat eine Fahne und die Schulverwaltung hat eine Gedenktafel gespendet. In den Jahren 1976-1978 wurden auch Schüler der 7 und 8 Klasse aus Wojnowitz und Borutin unterrichtet. Laut der Schulreform war die Schule eine Filiale der Gesamtschule in Krzanowice. Später wurde in der Schule nur 3 Klassen unterrichtet. Im Jahr 2000 wurde der Schule der Kindergarten angeschlossen. Im Jahr 2004 wurde die Schule aufgelöst.
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